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Wie man eine ISO 27001-konforme Richtlinie für Remote-Arbeit erstellt, die das Audit besteht

Wie man eine ISO 27001-konforme Richtlinie für Remote-Arbeit erstellt, die das Audit besteht

TL, DR:

Eine ISO 27001-Richtlinie für mobiles Arbeiten definiert, wie Mitarbeiter sicher außerhalb von Büroumgebungen arbeiten können.
Es sollte Gerätesicherheit, Zugriffskontrolle, Netzwerke, Datenverarbeitung und Vorfallsmeldung umfassen.
Klare Richtlinien tragen dazu bei, die Risiken der Telearbeit zu reduzieren und die Auditbereitschaft zu verbessern.

Die Sicherung von Endgeräten und die Durchsetzung einheitlicher Richtlinien in hybriden oder dezentralen Arbeitsumgebungen zählen weiterhin zu den größten Herausforderungen für Sicherheits- und Compliance-Teams. Da Mitarbeiter an verschiedenen Standorten, mit unterschiedlichen Geräten und in verschiedenen Netzwerken arbeiten, wächst die Risikofläche rasant, und ohne klare Leitlinien ist die Einhaltung von Compliance-Vorgaben nicht mehr gewährleistet.

Anhang A.6.7 der ISO 27001:2022 geht direkt auf diese Komplexität ein, indem er Organisationen dazu verpflichtet, Sicherheitsmaßnahmen für die Fernarbeit zu definieren und durchzusetzen.

Dieser Blogbeitrag erläutert die Anforderungen von Anhang A.6.7 und zeigt, wie man eine ISO 27001-Richtlinie für Fernarbeit erstellt, die praxisnah, durchsetzbar und auditfähig ist.

Was ist die ISO 27001-Richtlinie für Fernarbeit?

Die ISO 27001-Richtlinie für mobiles Arbeiten ist ein formelles Dokument, das beschreibt, wie eine Organisation sensible Informationen schützt, wenn Mitarbeiter außerhalb des Büros arbeiten, beispielsweise von zu Hause aus, in Coworking-Spaces oder in öffentlichen Netzwerken. Sie ist Teil der umfassenderen ISO 27001-Richtlinie für mobiles Arbeiten. Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) Die ISO 27001 erwartet von Organisationen, dass sie diese einhalten, sodass die Kontrollmaßnahmen für Fernarbeit die gleichen Risikobewertungs-, Nachweis- und Überprüfungszyklen übernehmen, die auch für den Rest des ISMS gelten.

In ISO 27001:2022 wird dies in Anhang A.6.7 (Fernarbeit) behandelt, der Organisationen verpflichtet, geeignete Sicherheitsmaßnahmen zur Minderung der spezifischen Risiken der Fernarbeit zu implementieren. Dies umfasst Leitlinien zur Gerätenutzung, sicheren Verbindungen, Zugriffskontrolle und den Verantwortlichkeiten der Mitarbeitenden.

Anforderungen der ISO 27001-Richtlinie für Fernarbeit

Gemäß Anhang A.6.7 der ISO 27001:2022 sind Organisationen verpflichtet, die mit der Fernarbeit verbundenen Risiken zu bewerten und zu kontrollieren. Dies bedeutet, festzulegen, wie Mitarbeiter aus der Ferne arbeiten, welche Systeme sie verwenden und wie auf Daten zugegriffen, diese gespeichert, übertragen und geschützt werden. ISO 27001 Anwendbarkeitserklärung Hier wird jede Kontrollmaßnahme gemäß Anhang A, wie beispielsweise A.6.7, formell als anwendbar oder ausgeschlossen dokumentiert, zusammen mit der Begründung, dem Verantwortlichen für die Kontrollmaßnahme und dem Implementierungsstatus, die die Prüfer bei der Zertifizierung überprüfen.

Um den Anforderungen zu entsprechen, müssen Organisationen die folgenden Vorgaben umsetzen:

1. Autorisierung für Fernzugriff

Der Fernzugriff sollte nur Mitarbeitern gewährt werden, die ihn für ihre Tätigkeit benötigen. Er muss von der zuständigen Person genehmigt, ordnungsgemäß dokumentiert, regelmäßig überprüft und bei einem Stellenwechsel oder Ausscheiden des Mitarbeiters aus dem Unternehmen entzogen werden. 

2. Nutzung sicherer Kommunikationskanäle

Jegliche Fernarbeit muss über verschlüsselte Kommunikationskanäle wie VPNs oder TLS-fähige Plattformen erfolgen. Mitarbeitern muss der Zugriff auf Unternehmenssysteme über offene oder öffentliche WLAN-Netze untersagt werden, es sei denn, Schutzmaßnahmen wie VPN-Tunnel sind aktiv. ISO 27001:2022 Die Anforderungen an kryptografische und Netzwerksicherheitskontrollen in Anhang A.8 wurden verschärft, sodass die für die Fernarbeit verwendeten VPN- und TLS-fähigen Plattformen nun mit der gleichen Strenge dokumentiert werden müssen wie die Kontrollen für Büronetzwerke.

3. Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA)

Der Zugriff auf Unternehmenssysteme von entfernten Standorten aus muss durch Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) geschützt sein, d. h. durch die Kombination von mindestens zwei verschiedenen Authentifizierungsfaktoren. Dies reduziert das Risiko des Diebstahls von Zugangsdaten und ist zwingend erforderlich, um auf Systeme mit sensiblen oder personenbezogenen Daten zuzugreifen. 

4. Gerätesicherheitskontrollen

Für die Fernarbeit dürfen nur vom Unternehmen genehmigte oder im MDM-System registrierte Geräte verwendet werden. Die Geräte müssen über eine vollständige Festplattenverschlüsselung, Echtzeit-Malwareschutz und ein automatisiertes Patch-Management verfügen, um die Ausnutzung von Sicherheitslücken zu verhindern. 

5. Einschränkungen bei der Datenspeicherung

Remote-Benutzer dürfen sensible Daten nur mit ausdrücklicher Genehmigung lokal auf ihren Geräten speichern. Ist eine lokale Speicherung aus Gründen der Geschäftskontinuität erforderlich, müssen strenge Verschlüsselungs- und Zugriffskontrollen angewendet und die Daten mit sicheren Cloud-Backups synchronisiert werden.

6. Datensicherung

Daten, die während der Fernarbeit verarbeitet werden, müssen regelmäßig an sicheren, vom Unternehmen genehmigten Orten gesichert werden. Die Sicherungen müssen während der Speicherung und Übertragung verschlüsselt werden, und es sollten regelmäßig Wiederherstellungstests durchgeführt werden, um die Datenintegrität und -wiederherstellbarkeit zu gewährleisten.

7. Sichere Informationsentsorgung

Wenn Daten nicht mehr benötigt werden, müssen sie sicher entsorgt werden. Digitale Dateien sollten mithilfe sicherer Löschprogramme endgültig gelöscht und physische Dokumente geschreddert oder vernichtet werden. Wenn ein Gerät nicht mehr im Einsatz ist oder verloren geht, sollte es nach Möglichkeit per Fernzugriff gelöscht werden.

Sind Sie bereit, Fernarbeit ISO 27001-konform zu gestalten?

Ziele der ISO 27001-Richtlinie für Fernarbeit

Die folgenden Ziele definieren, was die Richtlinie für mobiles Arbeiten erreichen soll. Sie bilden die Grundlage für ein sicheres und ISO 27001-konformes Management von mobilem Arbeiten:

1. Schutz der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit (CIA) von Daten

Eine Richtlinie für mobiles Arbeiten stellt sicher, dass sensible Unternehmens- und Kundendaten nicht durch unsichere Praktiken im Homeoffice offengelegt, manipuliert oder verloren gehen. Dies umfasst den Schutz von Informationen über alle Geräte, Netzwerke, Cloud-Systeme und Kommunikationsmittel hinweg, unabhängig vom Standort der Mitarbeiter.

2. Minimierung von Informationssicherheitsrisiken

Die Arbeit im Homeoffice birgt Risiken, die in kontrollierten Büroumgebungen nicht bestehen, darunter ungesicherte Netzwerke, private Geräte und Ablenkungen. Eine Richtlinie für mobiles Arbeiten identifiziert diese Risiken und implementiert technische, organisatorische und physische Kontrollmaßnahmen, um die Angriffsfläche zu verringern.

3. Klare und durchsetzbare Richtlinien für die Telearbeit festlegen.

Die Richtlinie legt fest, was bei der Arbeit im Homeoffice erlaubt, verboten und verpflichtend ist. Dies umfasst die Gerätenutzung, Softwarebeschränkungen, sichere Kommunikationsmethoden und Regeln zum Umgang mit Daten. Alle Bestimmungen sind so dokumentiert, dass sie nachvollziehbar und für die Mitarbeitenden leicht verständlich sind.

4. Förderung des Sicherheitsbewusstseins und der Verantwortlichkeit

Die Richtlinie bindet die Mitarbeiter aktiv in die Aufrechterhaltung der Sicherheit ein, indem sie sie zu Bedrohungen wie Phishing, Datenmissbrauch und Gerätediebstahl schult. Sie stellt sicher, dass sie ihre Verantwortlichkeiten und die Folgen von Verstößen verstehen.

Kernbestandteile der ISO 27001-Richtlinie für Fernarbeit

Eine ISO-27001-konforme Richtlinie für mobiles Arbeiten muss klar definierte und durchsetzbare Komponenten enthalten, die Risiken minimieren und die Auditbereitschaft gewährleisten. Im Folgenden sind die wesentlichen Elemente aufgeführt, die jede Richtlinie abdecken sollte:

1. Geltungsbereich und Zweck

Dieser Abschnitt definiert, für wen die Richtlinie gilt, darunter Vollzeitbeschäftigte, Auftragnehmer und externe Dienstleister. Er erläutert außerdem ihren Zweck: den Schutz der Informationswerte des Unternehmens während der Arbeit im Homeoffice. 

2. Rollen und Verantwortlichkeiten

Dieser Abschnitt beschreibt die Verantwortlichkeiten verschiedener Beteiligter, wie IT, Personalabteilung, Management und einzelner Mitarbeiter, bei der Umsetzung, Unterstützung und Einhaltung der Richtlinie. Er legt fest, wer für welche Aspekte der Sicherheit im Homeoffice verantwortlich ist. 

3. Richtlinien zur Zugangskontrolle

Dieser Abschnitt beschreibt, wie der Fernzugriff auf Organisationssysteme gewährt, authentifiziert und überwacht wird. Er umfasst Details wie Multi-Faktor-Authentifizierung, rollenbasierte Zugriffskontrolle und die regelmäßige Überprüfung der Zugriffsrechte. Ein separater Abschnitt ISO 27001 Protokollierungs- und Überwachungsrichtlinie definiert, was diese Überwachungsaktivitäten tatsächlich erfassen, einschließlich Authentifizierungsereignisse, Protokolle privilegierter Aktionen und die Aufbewahrungsfristen, die Prüfer bei der Überprüfung der Fernzugriffsüberwachung erwarten.

4. Geräte- und Endpunktsicherheit

Dieser Abschnitt behandelt die Anforderungen an die Sicherung der im Homeoffice verwendeten Geräte. Er umfasst Kontrollmaßnahmen wie Festplattenverschlüsselung, Antivirensoftware, automatische Updates und die Nutzung von Mobile Device Management (MDM) zur zentralen Überwachung.

5. Netzwerk- und Kommunikationssicherheit

Diese Komponente beschreibt, wie die Kommunikation zwischen entfernten Geräten und Unternehmenssystemen gesichert werden sollte. Sie behandelt die Verwendung von VPNs, sicheren Protokollen (wie TLS) und Einschränkungen bei der Nutzung öffentlicher oder ungesicherter Netzwerke. 

6. Datenschutz und Datenverarbeitung

Dieser Abschnitt beschreibt, wie sensible Daten im Kontext von Remote-Arbeit abgerufen, gespeichert und übertragen werden sollten. Er umfasst Verschlüsselungsstandards, zugelassene Tools für den Dateiaustausch und Beschränkungen für die lokale Datenspeicherung. 

7. Entsorgung von Informationen

Diese Komponente definiert, wie nicht mehr benötigte Informationen sicher entsorgt werden. Sie umfasst Verfahren zur endgültigen Löschung digitaler Dateien mithilfe sicherer Löschwerkzeuge und zur physischen Vernichtung von Papierdokumenten. 

8. Physische Sicherheitsmaßnahmen

Dieser Abschnitt behandelt die physischen Sicherheitsvorkehrungen, die Mitarbeiter an ihren Remote-Arbeitsplätzen treffen müssen. Dazu gehören die sichere Aufbewahrung von Geräten und Dokumenten, die Verwendung von Bildschirmsperren und die Vermeidung der Arbeit in öffentlichen Räumen beim Umgang mit sensiblen Informationen. 

9. Richtlinie zur akzeptablen Nutzung

Dieser Abschnitt enthält Hinweise zur sachgemäßen Nutzung von Unternehmenssystemen und -daten während der Fernarbeit. Er beinhaltet Einschränkungen für nicht autorisierte Anwendungen, persönlichen Cloud-Speicher und Wechseldatenträger. 

10. Sicherung und Wiederherstellung

Dieser Abschnitt erläutert, wie Daten, die während der Fernarbeit erstellt oder geändert werden, gesichert werden sollten. Er beschreibt außerdem die zu erwartenden Wiederherstellungsprozesse im Falle von Datenverlust oder Systemausfall.

11. Vorfallmeldung

Dieser Abschnitt beschreibt das Vorgehen, das Remote-Mitarbeiter befolgen sollten, wenn sie einen Sicherheitsvorfall feststellen oder vermuten. Er umfasst Meldewege, Reaktionszeiten und Eskalationspfade. 

12. Kenntnisnahme der Richtlinien und Schulung

Diese Komponente stellt sicher, dass Mitarbeiter im Homeoffice in Bezug auf die Richtlinie und die zugehörigen Sicherheitsmaßnahmen geschult werden. Sie umfasst auch den Prozess zur formellen Bestätigung des Erhalts und des Verständnisses der Richtlinie. 

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Risikobewertung bei Remote-Arbeit

Dieser schrittweise Prozess stimmt mit Risikomanagement nach ISO 27001 Der Ansatz wird verfolgt und gewährleistet, dass Remote-Arbeitsumgebungen systematisch gesichert, überwacht und jederzeit revisionsbereit gehalten werden.

1. Umfang definieren

Beschreiben Sie, welche Teile der Organisation in die Risikobewertung für Telearbeit einbezogen werden. Dies umfasst die Identifizierung der relevanten Geschäftsbereiche, Stellenprofile, Standorte und Arten von Telearbeitsvereinbarungen, wie z. B. Vollzeit-Telearbeiter, Hybridarbeiter und Auftragnehmer.

2. Ressourcen für die Remote-Arbeit identifizieren

Erstellen Sie ein vollständiges Inventar aller Assets, die für die Remote-Arbeit benötigt werden – einschließlich Endgeräte (Laptops, Smartphones), Kollaborationstools (z. B. Slack, Zoom), Cloud-Dienste (z. B. M365, Google Workspace) und Netzwerkinfrastruktur (z. B. Heimrouter, VPN-Clients).

Nutzen Sie Geräteverwaltungsplattformen, Zugriffsprotokolle und Selbstauskünfte von Mitarbeitern, um verwaltete und nicht verwaltete Assets aufzudecken, einschließlich Schatten-IT oder persönlicher Geräte, die im Rahmen von BYOD verwendet werden. 

3. Identifizieren Sie Bedrohungen und Schwachstellen

Bewerten Sie für jedes identifizierte Remote-Arbeitsgerät die relevanten Bedrohungen wie Phishing, Gerätediebstahl, Malware oder Man-in-the-Middle-Angriffe über unsichere WLAN-Verbindungen. Berücksichtigen Sie dabei auch spezifische Schwachstellen, die ausgenutzt werden könnten, wie fehlende Festplattenverschlüsselung, ungepatchte Software oder schwache Authentifizierung.

Zur Einordnung dieser Risiken können Sie branchenübliche Bedrohungsmodellierungs-Frameworks wie STRIDE oder OWASP sowie interne Vorfallshistorien heranziehen.

4. Bewerten Sie Wahrscheinlichkeit und Auswirkungen

Bewerten Sie jedes Risiko, indem Sie abschätzen, wie wahrscheinlich sein Eintreten ist und wie schädlich es wäre, wenn es ausgenutzt würde.

Verwenden Sie eine einfache Risikomatrix (z. B. 1–5 für die Wahrscheinlichkeit × 1–5 für die Auswirkung) und priorisieren Sie alles, was einen Wert über einem definierten Schwellenwert erreicht.

5. Kontrollmechanismen bewerten und Lücken ermitteln

Überprüfen Sie die bestehenden Sicherheitsmaßnahmen für jedes identifizierte Risiko, wie z. B. VPN-Durchsetzung, MDM-Abdeckung oder Zugriffsprotokollierung. Beurteilen Sie, ob die vorhandenen Maßnahmen die Wahrscheinlichkeit oder die Auswirkungen ausreichend reduzieren.
Vergleichen Sie diese Kontrollen mit den erforderlichen Maßnahmen zur Risikominderung – dies ist Ihre Kontrolllückenanalyse. Nutzen Sie konkrete Nachweise wie Prüfprotokolle, Ergebnisse von Kontrolltests oder Daten aus der automatisierten Überwachung, um zu überprüfen, ob die Kontrollen wie vorgesehen funktionieren.

6. Erstellen Sie einen Risikobehandlungsplan

Nach Prüfung der bestehenden Kontrollmaßnahmen ist die geeignete Behandlungsstrategie für alle Risiken festzulegen, die weiterhin den akzeptablen Schwellenwert überschreiten. Dies kann die Minderung des Risikos, dessen Übertragung (z. B. durch eine Versicherung), dessen Vermeidung durch die Änderung von Geschäftsprozessen oder dessen formelle Akzeptanz mit dokumentierter Begründung umfassen.

Sobald die Behandlungsentscheidung getroffen ist, definieren Sie die umzusetzenden Maßnahmen und weisen Sie jeder Maßnahme klare Verantwortliche zu. 

7. Dokument im Risikoregister

Erstellen Sie eine zentrale Gefahrenregister Dies umfasst alle identifizierten Risiken, deren zugehörige Bewertungen, den aktuellen Kontrollstatus und ausgewählte Behandlungsmaßnahmen.

Dieses Register sollte die Versionskontrolle unterstützen, regelmäßig aktualisiert werden und für Auditprüfungen zugänglich bleiben. 

8. Regelmäßig überprüfen

Legen Sie einen festen Zeitplan für die Überprüfung der Risikobewertung für Telearbeit fest. Dies kann vierteljährlich, jährlich oder nach wesentlichen Änderungen der Systeme, des Personals oder der externen Bedrohungslage erfolgen.

Sie können auch Ad-hoc-Neubewertungen als Reaktion auf bestimmte Ereignisse auslösen, wie beispielsweise einen Sicherheitsvorfall, die Einführung eines neuen Tools oder eine Änderung der regulatorischen Anforderungen.

Sichern Sie Ihre Remote-Mitarbeiter

Bewährte Verfahren für die Verwaltung der Sicherheit von Remote-Arbeitsplätzen

Die folgenden Best Practices helfen Ihnen, Ihre Richtlinien für mobiles Arbeiten umzusetzen und die Sicherheit im Arbeitsalltag zu stärken. Sie reduzieren Risiken, unterstützen die Einhaltung von Vorschriften und gewährleisten, dass Remote-Teams auch in großem Umfang sicher arbeiten können.

1. Wenden Sie das Prinzip der geringsten Privilegien an

Nutzern sollte nur der Zugriff auf die Systeme und Daten gewährt werden, die sie zur Erfüllung ihrer spezifischen Aufgaben benötigen. Zugriffsrechte sollten regelmäßig überprüft und umgehend entzogen werden, wenn sie nicht mehr benötigt werden, beispielsweise bei einem Rollenwechsel oder dem Ausscheiden eines Mitarbeiters. 

2. Standardisierung der Gerätesicherheitskonfigurationen

Alle für die Remote-Arbeit verwendeten Geräte müssen definierte Sicherheitsstandards erfüllen. Dazu gehören vollständige Festplattenverschlüsselung, aktuelle Virenschutz- oder Endpoint-Detection-Tools, erzwungene Bildschirmsperren, automatische Patches und die Möglichkeit zum Fernlöschen von Daten. Die Gerätekonformität sollte zentral über eine MDM- oder Endpoint-Management-Lösung verwaltet werden. ISMS-Softwareplattformen Die Integration mit den MDM-Tools ermöglicht die direkte Anzeige des Gerätekonformitätsstatus im selben Dashboard, das die Prüfer zusammen mit Richtlinienbestätigungen und Kontrollnachweisen einsehen.

3. Sichere Zugriffskanäle erzwingen

Der Fernzugriff auf Unternehmenssysteme sollte über sichere Kanäle wie VPNs, Zero-Trust-Zugriffslösungen oder SSO-Plattformen mit erzwungener Multi-Faktor-Authentifizierung erfolgen. Eine direkte Internetanbindung interner Systeme sollte nach Möglichkeit vermieden werden.

4. Kontrolle der Nutzung persönlicher Geräte

Wenn die Nutzung privater Geräte für die Arbeit im Homeoffice gestattet ist, sollten diese in eine MDM-Plattform eingebunden, durch Containerisierung isoliert und der lokale Zugriff auf sensible Unternehmensdaten untersagt werden. Unternehmen sollten die Nutzung zudem protokollieren und überwachen, um die fortlaufende Einhaltung der Richtlinien sicherzustellen.

5. Führen Sie gezielte Schulungen zur Sensibilisierung für Sicherheitsthemen durch.

Mitarbeiter sollten regelmäßig Schulungen erhalten, die auf die Anforderungen von Remote-Arbeitsszenarien zugeschnitten sind. Diese sollten Schulungen zu Phishing, Gerätesicherheit, der Nutzung sicherer WLAN-Netzwerke und dem korrekten Umgang mit vertraulichen Informationen umfassen. Die Schulungen sollten verpflichtend sein und deren Teilnahme überprüft werden. 

6. Kontinuierliche Überwachung der Remote-Aktivität implementieren

Der Zugriff von Mitarbeitern im Homeoffice auf Systeme und Daten sollte in Echtzeit überwacht werden. Ungewöhnliche Aktivitäten wie Anmeldeversuche von unerwarteten Standorten, Zugriff auf nicht autorisierte Systeme oder Geräteverstöße sollten Warnmeldungen und vordefinierte Eskalationsprozesse auslösen.

7. Befolgen Sie einen strukturierten Offboarding-Prozess

Es sollte ein formalisierter Prozess zur Entziehung von Zugriffsrechten, zur Rückforderung firmeneigener Geräte und zur sicheren Datenlöschung von Geräten vorhanden sein, wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt. Dieser Prozess sollte nach Möglichkeit automatisiert werden, um Konsistenz zu gewährleisten und Risiken zu minimieren.

8. Testen von Backup und Wiederherstellung für Remote-Endpunkte

Remote-Arbeitsplätze und deren Daten sollten in die Backup-Strategie des Unternehmens einbezogen werden. Backup-Häufigkeit, Verschlüsselung und Wiederherstellungsverfahren sollten dokumentiert und regelmäßig getestet werden, um die Datenwiederherstellung im Falle von Verlust oder Beschädigung zu gewährleisten.

Sichern Sie Ihre Remote-Mitarbeiter
Automatisieren Sie die Fernarbeitskontrollen gemäß ISO 27001 und bleiben Sie mit Sprinto auditbereit.

Sprinto sichert Ihre Remote-Mitarbeiter

Management der ISO 27001-Konformität Für eine verteilte Belegschaft kann dies schnell komplex werden, insbesondere wenn Steuerungen, Richtlinien, Geräte und Personen außerhalb zentralisierter Systeme agieren. Sprint vereinfacht dies durch die Automatisierung, Überwachung und Durchsetzung von Sicherheitsmaßnahmen für die Fernarbeit auf einer einheitlichen Plattform.

Die Plattform unterstützt Organisationen beim Erstellen, Implementieren und Pflegen von ISO 27001-konformen Richtlinien für Remote-Arbeit durch folgende Funktionen:

  • ISO 27001-konforme Richtlinienvorlagen: Bietet sofort einsatzbereite, vom Auditor genehmigte Richtlinien für die Fernarbeit, die mit Anhang A.6.7 übereinstimmen und vollständig an Ihre Organisation anpassbar sind.
  • Automatisierte Kontrollüberwachung: Verfolgt Geräteverschlüsselung, MFA, VPN-Nutzung und Zugriffskontrollen über Cloud-Anwendungen und Remote-Endpunkte hinweg in Echtzeit.
  • Zentrales Risikoregister: Erfasst, bewertet und ordnet Risiken der Fernarbeit ISO-Kontrollen zu und verfügt über eine integrierte Behandlungsplanung und -verfolgung.
  • Durchsetzung der Compliance auf Mitarbeiterebene: Überwacht die Kenntnisnahme von Richtlinien und den Abschluss von Schulungen und löst Warnmeldungen bei Nichteinhaltung oder versäumten Fristen aus.
  • Automatisierte, revisionssichere Nachweise: Sammelt und formatiert Nachweise, die den ISO-Kontrollen zugeordnet sind und über ein Echtzeit-Auditor-Dashboard zugänglich sind.
  • Skalierbares Framework-Mapping: Ermöglicht die Anwendung von Richtlinien für die Fernarbeit über verschiedene Rollen, Standorte und Compliance-Rahmenwerke hinweg, ohne dass dadurch Doppelarbeit entsteht.

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Häufig gestellte Fragen

Anhang A.6.7 der ISO 27001:2022 verpflichtet Organisationen zur Implementierung von Kontrollmaßnahmen, die die mit der Telearbeit verbundenen Informationssicherheitsrisiken managen. Dies umfasst die Definition von Sicherheitsanforderungen für den Fernzugriff, den Schutz von Geräten und Daten, die außerhalb des Firmengeländes verwendet werden, die Gewährleistung sicherer Kommunikationskanäle und die Festlegung von Verhaltenserwartungen für Mitarbeitende in Telearbeitsumgebungen.

Ja, eine Richtlinie für mobiles Arbeiten ist erforderlich, wenn mobiles Arbeiten Teil Ihres Betriebsmodells ist. ISO 27001:2022 Anhang A.6.7 fordert Organisationen ausdrücklich auf, Richtlinien für die sichere Nutzung von Informationen und Systemen im Homeoffice festzulegen und durchzusetzen.

Die Prüfer achten auf eine formal dokumentierte Richtlinie für mobiles Arbeiten, den Nachweis der Bestätigung durch die Mitarbeiter sowie den Nachweis, dass die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen implementiert und überwacht werden. Dies umfasst die Überprüfung von VPN-Konfigurationen, der MDM-Implementierung, Zugriffsprotokollen, Schulungsnachweisen und Verfahren zur Reaktion auf Sicherheitsvorfälle im Zusammenhang mit mobilen Arbeitsumgebungen.

Ja, private Geräte dürfen verwendet werden, jedoch nur unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Unternehmen müssen sicherstellen, dass diese Geräte durch Verschlüsselung, Zugriffskontrollen, Endpunktüberwachung und Nutzungsrichtlinien geschützt sind. Alle Risiken müssen bewertet und die Kontrollmaßnahmen in der Richtlinie für mobiles Arbeiten dokumentiert und durchgesetzt werden.

Um die Anforderungen der ISO 27001 für Remote-Mitarbeiter zu erfüllen, sollten Unternehmen eine klare Richtlinie für Remote-Arbeit erstellen, festlegen, wer remote arbeiten darf, Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) erzwingen, VPN oder sichere Kommunikationskanäle nutzen, den Zugriff nach dem Prinzip der minimalen Berechtigungen beschränken, Geräte über MDM verwalten, Verschlüsselung und Endpunktschutz aktivieren, Mitarbeiter schulen und Nachweise für Audits sammeln. Der Remote-Zugriff sollte genehmigt, dokumentiert und regelmäßig überprüft werden. Bei einem Stellenwechsel oder Ausscheiden eines Mitarbeiters muss der Zugriff gesperrt werden.

Gute Tools zur Verwaltung von ISO 27001-Checklisten für Remote-Teams umfassen: Sprinto, Vanta, Drata, Secureframe und ThoropassDiese Plattformen helfen dabei, Richtlinien, Kontrollen, Nachweiserfassung, Mitarbeiteraufgaben, Risikoregister, Zugriffsprüfungen und die Auditvorbereitung zentral zu verwalten. Sprinto unterstützt beispielsweise ISO-27001-Richtlinienvorlagen, Kontrollüberwachung, Risikoregister, die Nachverfolgung der Mitarbeiter-Compliance und auditfertige Nachweise.

Die beste Vorgehensweise ist die Verwendung eines/einer Plattform zur Automatisierung der Compliance-Anforderungen plus ein akkreditierter Zertifizierungs- oder Audit-AnbieterPlattformen wie Sprinto, Vanta, Drata, Secureframe und Thoropass können bei der Erstellung von Nachweisen und der Verwaltung von Kontrollen helfen, während Zertifizierungsstellen oder Audit-Anbieter wie beispielsweise LRQA, TÜV SÜD, TÜV Rheinland, Bureau Veritas, A-LIGN, Schellman und Prescient Security Sie können den formalen Auditprozess unterstützen. Remote-Audits können je nach Umfang, Risiken, Prozessen und Akkreditierungsregeln der Organisation vollständig remote oder hybrid durchgeführt werden. 

Zu den technologiegestützten Anbietern von ISO 27001-Audits gehören A-LIGN, Schellman, Thoropass, Prescient Security, LRQA, TÜV SÜD, TÜV Rheinland und Bureau VeritasDiese Anbieter unterstützen Remote- oder Hybrid-Audits mittels Online-Meetings, sicherer Dokumentenprüfung, Bildschirmfreigabe, cloudbasierter Nachweisprüfung und digitaler Audit-Workflows. Unternehmen sollten jedoch prüfen, ob der Anbieter nach ISO 27001 akkreditiert ist und ob ihr spezifisches Audit remote durchgeführt werden kann oder eine Hybrid-Prüfung erfordert. 

Payal Wadhwa
Autorin

Payal Wadhwa

Payal ist Ihre freundliche Compliance-Expertin von nebenan und zudem ISC2-zertifiziert! Sie übersetzt komplizierte Compliance-Fachbegriffe in praktische Tipps für ein sicheres und zukunftsorientiertes Online-Business. Wenn sie nicht gerade virtuelle Welten rettet, schreibt sie poetische Texte oder begeistert mit ihren Auftritten bei lokalen Open-Mic-Veranstaltungen. Tagsüber Cyber-Expertin, nachts Dichterin!
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